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<title>Land braucht Stadt</title>
<link>http://www.dessauern.de/blog/land-braucht-stadt.html</link>
<description><![CDATA[ <p>Kampagne für die kulturelle Vielfalt in Dessau-Roßlau</p>


<p>Die Stadt Dessau-Roßlau plant wegen dramatischer Finanznot drastische Einsparungen an freiwilligen Leistungen. 13,5 Millionen Euro pro Jahr sollen vor allem Streichung bei Kultur, Sport und Jugendarbeit erbringen. Die Prüfliste umfasst kleinere Angebote ebenso wie die Halbierung der städtischen Zuschüsse für das Anhaltische Theater. Verschiedene Vereine, Unternehmen, Institutionen und Bürger haben deshalb die Initiative &#8222;Land braucht Stadt&#8221; ins Leben gerufen. Gemeinsam wollen Sie mit ihren Aktionen auf die Bedeutung der kulturellen Vielfalt für die Gesellschaft in Kommune und Land aufmerksam machen &#8211; mehr dazu auf der <a href="www.land-braucht-stadt.de">Website</a>.</p>

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<pubDate>Mon, 22 Mar 2010&#160;17:28:25 +0100</pubDate>
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<title>Podiumsgespräch im Bauhaus</title>
<link>http://www.dessauern.de/blog/podiumsgespraech-im-bauhaus.html</link>
<description><![CDATA[ <p>Am 3. März 2010 um 17 Uhr veranstaltet die Stiftung Bauhaus Dessau in Zusammenarbeit mit der Kurt-Weill-Gesellschaft ein Podiumsgespräch im Bauhausgebäude. Thema: die angekündigten Sparmaßnahmen in Dessau-Roßlau.</p>


<p>Die Stadt Dessau-Roßlau hat am 11. Februar 2010 eine „Prüfliste zur Haushaltskonsolidierung“ angekündigt. Die Stadtverwaltung versteht sie als Reaktion auf das „reformierte Finanzausgleichsgesetz“ des Landes Sachsen-Anhalt, das Dessau-Roßlau Mindereinnahmen von 10,3 Millionen Euro im Vergleich zu 2009 beschert. Ab dem Jahr 2013&#160;müssen demnach 13,5 Millionen Euro zusätzlich eingespart werden. Die Stadtverwaltung prüft derzeit „Konsolidierungsvorschläge“, die unter anderem eine Reduzierung der Zuschüsse für das Anhaltische Theater um 3,5 Millionen Euro, aber auch die Schließung des Naturkundemuseums, Kürzungen bei der Anhaltischen Landesbibliothek und das Streichen von Sporteinrichtungen zur Folge hätten.</p>

<p>Aus aktuellem Anlass wird die Stiftung Bauhaus Dessau in Zusammenarbeit mit der Kurt-Weill-Gesellschaft eine Podiumsdiskussion im Bauhausgebäude veranstalten. Thema dieses großen Stadtgesprächs am 3. März um 17 Uhr soll die Frage nach finanziellen Notwendigkeiten und dem Stellenwert der Kultur in einer schrumpfenden Stadt sein. Dessau-Roßlau ist kein Einzelfall, sondern es steht für ein insgesamt aus der Balance geratenes Verhältnis zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Das Podium soll Zusammenhalt demonstrieren in einer Krise, die die ganze Stadt betrifft. Gemeinsam wollen wir nach Wesen aus der Misere suchen und eine offene Diskussion darüber anstoßen, wie sich Kommunen am Rande der politischen Aufmerksamkeit stärken können – um gemeinsam für ihren kulturellen Reichtum zu kämpfen.</p>

<p>Erstmals stellt sich im Bauhausgebäude Oberbürgermeister Klemens Koschig in einer öffentlichen Debatte den Fragen zur Zukunft der Kulturstadt. Mit ihm diskutieren unter anderem der Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt, der Intendant des Kurt-Weill-Festes, Michael Kaufmann, und der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Bildung und Sport, Holger Schmidt. Walter Prigge und Ingolf Kern von der Stiftung Bauhaus Dessau moderieren das Gespräch, bei dem auch Interessierte und alle dessauernden Bürger herzlich zur Beteiligung eingeladen sind.</p>

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<pubDate>Mon, 01 Mar 2010&#160;12:00:10 +0100</pubDate>
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</item><item>
<title>Die Zukunft der bauhausstadt</title>
<link>http://www.dessauern.de/blog/die-zukunft-der-bauhausstadt.html</link>
<description><![CDATA[ <p>Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Dessau-Roßlau, Klemens Koschig, auf der Vernissage zur Ausstellung &#8222;bauhausstadt&#8221; am Sonnabend, 5. Dezember 2009 um 17 Uhr in der Aula des Bauhausgebäudes</p>


<p>Sehr geehrter Herr Staatssekretär, Dr. Gramlich,
sehr geehrter Herr Professor Oswalt, verehrte Frau Bittner,
sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister a.D. Otto,
sehr geehrter Herr Bürgermeister a.D. Gröger,
liebe Freunde des Bauhauses,
meine sehr geehrte Damen und Herren,
werte Gäste,</p>

<p>zu allererst möchte ich Dank sagen. Ich möchte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung Bauhaus Dessau mit Stiftungsdirektor Oswalt an der Spitze danken für ein furioses Programm, das dem Jubiläum „90 Jahre Bauhaus“ gewidmet ist. In diesen Dank binde ich gern alle weiteren Beteiligten vom Anhaltischen Theater angefangen bis hin zu meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rathauses besonders des Kulturamtes. Einer Reihe beachtenswerter Beiträge zum Jubiläumsjahr schließt sich nun als Abschluss und schon Hinführung in die Bauhausdekade bis 2019 das von Regina Bittner kuratierte Ausstellungsprojekt „bauhausstadt“ an.</p>

<p>Was musste ich mir Anfang des Jahres alles anhören? Die Stadt verschläft ihr Jubiläum. Warum findet die Ausstellung „modell bauhaus“ nicht in Dessau-Roßlau statt? Warum lasst Ihr Euch von Weimar alles wegnehmen? Warum darf sich Weimar Bauhausstadt nennen? Und dann geht es immer gleich ums Prinzip. Natürlich wurde das Bauhaus vor 90 Jahren in Weimar gegründet, und deshalb war es gut und richtig, dass sich die Klassikstadt mir ihrer Klassik-Stiftung auf den Weg macht mit allem Stolz darauf zu verweisen. Und die Regierung des Freistaates Thüringen tat gut daran dies nach besten Kräften zu fördern. Mit welchem Engagement sie das getan hat, schmerzte den einen oder anderen in unseren Breiten dann aber doch, bedarf es bei uns in Sachsen-Anhalt doch noch mancher Überzeugungsarbeit.</p>

<p>Vielleicht war es aber auch nur ein Stück Wiedergutmachung – Stadt und Land waren es, die für genügend Muffigkeit sorgten, um das Bauhaus aus Weimar zu vertreiben. Anlässlich der feierlichen Eröffnung des Bauhausgebäudes am 04. Dezember 1926 schrieb der Anhalter Anzeiger: „Künstlerische Verpflichtungen sind unbequem. Und wer weiß, ob nicht in gestörter Ruhe die Hauptkeime zur Unzufriedenheit lagen, die das Bauhaus schließlich aus Weimar vertrieben hat? Möge sich Dessau hüten, in solche unrühmliche Fußstapfen zu treten!“</p>

<p>Nach dem fulminanten Auftakt in Weimar wurde recht bald auch dank der zahlreichen Aktivitäten in unserer Stadt klar, dass alle  wesentlichen Momente der Entwicklung des Bauhauses mit Dessau verbunden sind, dass nur hier alle drei Direktoren tätig waren, dass hier mit Bauhausgebäude und Meisterhäusern die Ikonen der Architektur des 20. Jahrhunderts stehen, auf jeden Fall die des Bauhauses. So setzte denn auch programmatisch für dieses Jubiläumsjahr Lyonel Feininger das Fanal für den Zug des Bauhauses in die Stadt und der Stadt in das Bauhaus: „Es hat sich ausgeweimart, meine Herren, wir gehen jetzt dessauern.“ Nun, seitdem wird „gedessauert“, und ich wünsche mir, dass dieser Impuls noch lange trägt, bis es seiner nicht mehr oder nur noch nachrangig  bedarf.</p>

<p>Die Ausstellung „bauhausstadt“ wird uns weitere Impulse verleihen. Sie wird die Debatte um die Bauhausstadt anheizen, sie wird sie aber auch ein Stück weit versachlichen. Bauhaus und Bauhäusler haben damals (wie mit Verlaub zu sagen heute wieder) in einem atemberaubenden Tempo gearbeitet, dass es der Gesellschaft einfach schwer fallen musste zu folgen.</p>

<p>Natürlich wünsche ich mir noch viel mehr Kreativität, noch viel mehr Fantasie, noch viel mehr Schöpferkraft, vor allem Freude daran, wie sie in diesen Tagen hier in diesem Hause, aber auch im Theater, bei Weills und Mendelssohns, in vielen Häusern in Stadt und Region bis hin zur Landeskirche zu spüren ist. Aber unsere Menschen brauchen auch die Chance mitgenommen zu werden. Auch dazu gibt die Ausstellung Anregungen. Zwischen dem Ausspruch des Landtagspräsidenten und Mitglied des Reichstages Heinrich Peus (SPD) „Wenn Ihr es nicht macht, dann machen Wir es!“ im Jahre 1925 und der Stimmenthaltung von 13 SPD-Stadtverordneten am 22. August 1932 lagen nur sieben Jahre. Weimarer Fußstapfen?</p>

<p>So war das Verhältnis zwischen Bauhaus und Stadt so turbulent wie das 20. Jahrhundert selbst. Bunt und vielfältig sollte es sein und bleiben, vor Turbulenzen sollten wir uns künftig hüten. Die schrumpfende Stadt kann derartige Schauplätze nicht gebrauchen. Von Anfang an standen Förderer neben erbitterten Gegnern. Heute steht unsere Stadt als Bauhausstadt nicht in Frage. Das Bauhaus ist längst als etwas Epoche machendes anerkannt, ist aber eben noch nicht in der Stadt, noch nicht in der Bürgerschaft wirklich angekommen.</p>

<p>Auch den Verpflichtungen, die aus dem Bauhauswerten erwachsen, werden wir noch nicht im erforderlichen Maße gerecht. Das betrifft besonders die Qualität der Architektur und urbanen Kultur, im Städtebau, in der Lebensqualität, ja bis zur Wirtschaft, zu Forscher- und Unternehmergeist. Da gibt es viel zu diskutieren, noch mehr zu tun. Die Ausstellung „bauhausstadt“ ruft uns dazu auf, will uns bewegen, aber auch Halt und Stärke verleihen – genügend Selbstbewusstsein für die Debatte mit auf den Weg geben. Dessau-Roßlau ist die Stadt mit den meisten Bauhausbauten außerhalb Tel Avivs. Im Gropiusbau in Berlin und jetzt im MoMA in New York wird gedessauert. Das Bauhaus und seine Bauten sind unser Alleinstellungsmerkmal. Wir sind noch nicht die Bauhausstadt, in der Bauhaus gelebt, in der Bauhaus gedacht, in der Bauhaus gelitten wird. Wir können es aber werden, weil wir das Zeug dazu haben und spätestens seit 1986 auch auf dem Weg sind. 2009 ist ein wichtiger Meilenstein dabei.</p>

<p>Was uns noch fehlt bzw. was wir in viel stärkerem Maße benötigen, sind Kreativität, Innovationen, Begeisterung für Technik – es ist ein völlig falsches Signal, dass der 
Bereich Technik an unserem Fachgymnasium geschlossen werden soll – und nur mit Weltoffenheit und Toleranz wird Dessau-Roßlau wirklich Bauhausstadt. Bauhausstadt heißt auch Zuwanderungsstadt. Bauhausstadt heißt Freude am Gestalten, wie am Feiern, Freude an der Nachbarschaft wie an den Erfolgen, den eigenen, wie der anderen. Unser Erfolg ließ bereits aufhorchen – in Berlin wie erst recht auch in Weimar. Lassen wir uns nicht vorn diesen oder jenen Signalen über Gebühr beeindrucken. Wir müssen wissen, was wir wollen – und dann auch umsetzen, konsequent, ausdauernd und vor allem nachhaltig. Dann wird es auch die Landes- wie Bundesregierung an der erforderlichen Unterstützung nicht mangeln lassen. Und den Weg sollten wir gemeinsam mit Berlin und Weimar gehen. Wir können voneinander lernen. Wir können einander befruchten. Wir sind die Bauhausstadt im Gartenreich. Wie bekommt die Klassikstadt Weimar ihr Bauhaus unter ein Dach? Hier Zyklon B, da Buchenwald.</p>

<p>Jan Bisky schrieb am 17. November 2009 in der Süddeutschen Zeitung: „Was Deutschland groß und liebenswürdig gemacht hat, sei es die Reformation, die Klassik, der Idealismus, entstammt kleinstädtischer Kultur. Unsere Zentren sind eben in erster Linie Wittenberg, Weimar, Wolfenbüttel, Meiningen und Marbach. In Dessau kann man nun ein kulturpolitisches Modell erproben, wie mit dieser Kleinteiligkeit wieder Großes zu erreichen wäre.“ Dazu, meine sehr geehrten Damen und Herren, soll die Ausstellung Anstöße geben, dazu möchte ich abschließend noch zwei Persönlichkeiten zitieren, die in unserer Stadt gelebt und gewirkt haben. Der Kunsthistoriker Wilhelm van Kempen (1894 – 1981) beendet seine 1925 erschienene Kultur- und Kunstzeitreise „Dessau und Wörlitz“ – mit dem Ausblick:</p>

<p>„Große Zukunftsaufgaben stehen vor der Tür, unter ihnen nehmen mit den ersten Platz ein die Pläne eines neuen Theaters – wie eines Museumsbaues, Aufgaben, die von der wirtschaftlichen Not der Zeit zurückgestellt wurden, die aber brennend im Mittelpunkt aller Kulturpflege in der anhaltischen Hauptstadt stehen müssen. Die Zeit, die diese Gedanken Wirklichkeit werden lässt, wird sich einen dauernden Ehrentitel erwerben.“</p>

<p>Warum also wollen wir uns nicht diesen Titel erwerben. Das Theater gilt es weiter zu fördern. Theater und Bauhaus sind in den vergangenen Tanz- und Performance-Wochen wunderbar aufeinander zugegangen. Fehlt der Museumsbau. Wir haben schon eine gute Vorstellung über einen solchen Bau mit Besucherzentrum. Jetzt gilt es dafür zu begeistern. Unsere Dessauer und Roßlauer, die Menschen in unserer Region, unser Bundesland Sachsen-Anhalt. Wie brachte es der schon erwähnte Lyonel Feininger 1926 auf den Punkt? „Es geht jeden Deutschen verdammt an, dass in Dessau Gutes entsteht.“ Dazu ist nichts hinzufügen, als der Ausstellung viel Erfolg und zahlreiche Besucher zu wünschen. Auf in die Bauhaus-Dekade der Klassischen Moderne.</p>

<p>(Mit freundlicher Genehmigung des Oberbürgermeisters der Stadt Dessau-Roßlau, Herrn Klemens Koschig)</p>

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<pubDate>Wed, 23 Dec 2009&#160;16:56:53 +0100</pubDate>
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<title>Radtour führt Menschen zusammen</title>
<link>http://www.dessauern.de/blog/radtour-fuehrt-menschen-zusammen.html</link>
<description><![CDATA[ <p>Die zweite Aktion der Kampagne &#8222;Jetzt wird gedessauert&#8221; – beim Dessauern lernen die Dessauer ihre Stadt und einige ihrer Akteure per Fahrrad neu kennen.</p>


<p>Es ist kein Ort, der gemeinhin auf Stadtführungen angelaufen wird, von denen die meisten immer noch bestrebt sind, die glanzvollsten, spektakulärsten, angenehmsten Seiten einer Stadt zu zeigen. Eine Suppenküche kann sich nach allgemeinem Verständnis nicht zu den Sehenswürdigkeiten einer Stadt zählen. Auch nicht die von Dessau. Vermutlich könnten die meisten Einheimischen nicht einmal sagen, wo diese überhaupt zu finden wäre. Die 50, 60 Teilnehmer einer Radtour wissen es seit Sonnabend: in der Turmstraße, wo die Begegnungsstätte der Stadtmission im Gemeindehaus der Jacobus-Gemeinde zu finden ist, einem schmucklos-funktionalen Ersatzbau für die in den 70er Jahren dort befindliche Kirche. In der Nachbarschaft: Neubauten zumeist, ein paar Gründerzeithäuser und viel, sehr viel Freifläche, geschaffen beim Stadtumbau. Die Dessauern-Radtour, die zweite öffentliche Veranstaltung der vom Bauhaus angeschobenen Kampagne, wurde unter dem Titel &#8222;Eine Stadt lernt sich kennen&#8221; beworben. Und eben auch deren Probleme: 25 bis 30 Menschen kämen jeden Tag in die Suppenküche, erklärte deren Chefin Marlies Hartmann; für 90 Cent gibt es eine warme Mahlzeit, &#8222;und beileibe nicht immer nur Suppe&#8221;.</p>

<p>Die Dessauern-Initiative, vorm Sommer gestartet, ist der Versuche, zusammenzubringen, was bislang oftmals getrennte Wege ging und sich oft genug nach Kräften ignorierte: Das Bauhaus und das Theater wären als prominenteste Beispiele bis in die jüngste Vergangenheit zu nennen. Kleine Vereine und große Kulturträger fanden nicht zusammen, und letztere erwarteten, dass die Menschen selbstverständlich zu ihnen kommen müssten. Dass mit Intendant André Bücker, der leitenden Opernregisseurin Andrea Moses und (dem allerdings bereits in der Vergangenheit oft präsenten) Verwaltungsdirektor Joachim Landgraf – gleich die halbe Führungsriege des Theaters völlig unprätentiös mitradelte – das wäre tatsächlich noch vor sechs Monaten unvorstellbar gewesen. Bücker stellte das Stadttheater als eine Sende- und Empfangsstation vor.</p>

<p>Guido Fackiner vom Reisewerk hatte eine Tour zusammengestellt, die vom Bauhaus aus bis zum Neubaugebiet Zoberberg, von dort durch die Muldaue bis zum Umweltbundesamt führte und Gelegenheit bot, ganz unterschiedlich, oftmals öffentlich wenig bis unbekannte Ideen und Vorhaben zu präsentieren. Etwa die durch Bundesmittel mögliche Rekonstruktion des Schlosses Georgium und des vorderen Teils des gleichnamigen Gartens, oder die vom Bauhaus geplante Ausstellung über die Institution und die Stadt. &#8222;Wir wollen&#8221;, so die stellvertretende Bauhausdirektorin Regina Bittner, &#8222;das Jubiläum 90 Jahre Bauhaus mit einem lokalen Ereignis beenden.&#8221; Fragen sollen gestellt werden: Wie wirkte das Bauhaus in die Stadt, wie viel Bauhaus wirkt in der Stadt, von der manche meinen, sie müsse sich mit dem Namenszusatz &#8222;Bauhausstadt&#8221; schmücken.</p>

<p>Dass indes Vorhaben durchaus vom Scheitern bedroht sein können, wurde der Radler-Gruppe am Neuen Wasserturm vor Augen geführt – dem Verein geht das Geld aus, eine Fortführung der Arbeiten ist ebenso fraglich, wie die Zukunft des <a href="http://kiez-ev.de/">Kiez-Kinos</a> offen, das sich ebenso wie die Dessauer Tafel am Schlusspunkt der Tour im Umweltbundesamt vorstellte. Und wo ein Ausblick geboten wurde auf das Farbfest des kommenden Jahres: Größer soll es werden, intensiver noch in die Stadt wirken und – so die Pläne aufgehen – Spektakuläres bieten. In Kooperation mit der durch ihren Berliner Auftritt in Deutschland bekannt gewordenen  Riesen-Marionetten-Truppe &#8222;Royal de Luxe&#8221; könnte ein Dessauer Reise entstehen, der etwas mit Zukunftsvisionen zu tun haben wird.</p>

<p>Womit der Kreis zum Dessauern geschlossen wäre. <i>(Thomas Steinberg über die zweite Aktion der Kampagne. Sein Artikel erschien am 11.10.2009 in der Mitteldeutschen Zeitung)</i></p>

 ]]></description>
<pubDate>Tue, 13 Oct 2009&#160;19:58:19 +0200</pubDate>
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<title>Ich dessauere…</title>
<link>http://www.dessauern.de/blog/unbenanntes-dokument.html</link>
<description><![CDATA[ <p>Start der Dessauer-Kampagne – so dessauern die Dessauer in ihrer Stadt. Und ein besonderer Gast dessauert mit: Harald Martenstein! Sein Statement und die der anderen Besucher am 25. Juni 2009.</p>

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<p>Start der Dessauer-Kampagne – so dessauern die Dessauer in ihrer Stadt. Und ein besonderer Gast dessauert mit: Harald Martenstein! Sein Statement und die der anderen Besucher am 25. Juni 2009.</p>

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<pubDate>Fri, 25 Sep 2009&#160;09:48:14 +0200</pubDate>
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